Halbfeld­flanke

Die erste Halbserie unter Markus Weinzierl – Das Hinrunden-Fazit

Jaja, ein Spiel fehlt noch zur Komplettierung der Hinrunde. Aber nur weil die DFL jedes Jahr wieder von der Spielplanerstellung überfordert ist, brauchen wir ja jetzt hier nicht anfangen Erbsen zu zählen. Diese Analyse bezieht sich auf den Teil der Saison 2016/2017 der tatsächlich im Jahr 2016 stattgefunden hat.

Das aktuelle System Schalkes unter Markus Weinzierl, Ergebnis einer kontinuierlichen Weiterentwicklung über das Halbjahr hinweg (siehe Der Weinzierl Dreh).

Vor einem halben Jahr wurde Markus Weinzierl Trainer beim FC Schalke 04. Inzwischen ist viel passiert. Zwei Tiefs wurden durch ein Hoch unterbrochen, die komplette Hinrunde das komplette erste Halbjahr der Bundesliga-Saison 2016/2017 ist gespielt, in der Gruppenphase der Europa League wurde nur ein Freundschaftsspiel nicht gewonnen, die Pokalspiele gegen unterklassige Gegner wurden souverän gewonnen, und großteilig spielte Schalke sogar mitreißenden Fußball. Vor allem aber fällt auf, dass trotz all dessen was nicht lief auf Schalke, es insgesamt recht ruhig blieb. Jede Mannschaft die in der Tabelle unter Schalke steht hat in dieser Saison bereits den Trainer gewechselt. Schalke war in der Vergangenheit immer ein Kandidat für sowas. Das hat Christian Heidel allerdings geändert. Ich persönlich finde das großartig. Und die Hinrunde zeigt auch, dass jeglicher Aktionismus völlig unangebracht wäre. Entwicklung ist da.

Das System

Nachdem Weinzierl im 4-2-3-1 anfing und das System langsam drehte, steht das 3-3-2-2 inzwischen fest. Die beiden Flügelspieler, meist Kolasinac und Schöpf, stehen je nach Gegner mal höher mal tiefer. So ergab sich in einigen Partien eine echte 5er-Kette, manchmal waren es pendelnde Außenverteidiger und manchmal eine reine 3er-Kette. Immer aber schalteten sie sich auch direkt in die Angriffe mit ein.

Die Außen sind auch immer das Ziel. Der Spielaufbau wird meist von den Halbverteidigern direkt auf die Flügel geleitet. Der 6er, eigentlich immer Geis, unterstützt sie zwar dabei, spielt aber keine so zentrale Rolle wie etwa in der letzten Saison. Zu vielen Ballkontakten kam es hier meist nur, wenn Schalke zu viel Ballbesitz hatte und der Gegner hinten versuchte Beton anzurühren. Dann hilft der 6er, besonders mit Spielverlagerungen und weiten Diagonalpässen.

Ganz vorne bewegen sich zwei Offensivkräfte relativ frei im Raum. Oft, aber natürlich abhängig vom eingesetzten Personal, welches durch die vielen Verletzten hier stark variierte, also oft gab einer der beiden den Zielspieler und der andere ließ sich etwas fallen um den Ball zu behaupten und zu verteilen. Letzteres war besonders bei Meyer immer wieder stark zu sehen.

Der eigentliche Kern des Systems ist allerdings das offensive Mittelfeld. Hier tummeln sich die beiden 8er, meist Bentaleb und Goretzka in ihren jeweiligen Paraderollen. Die Aufgabe ist einfach: Überall sein. Sie bewegten sich gern in den Halbräumen, zur Unterstützung der Flügelspieler und zur Verbindung mit den Angriffsspielern. Meist spielten sie auch Box-to-Box, also defensiv weit fallen lassen und offensiv vorne mit dabei sein. Wenn sie an den Ball kamen versuchten sie immer wieder mit Schnittstellenpässen den Ball durchzustecken, gerne über gleich mehrere Reihen. Sie sorgten aber auch dafür die Flügelspieler zu füttern und den Ball auf den Flügeln zirkulieren zu lassen. Defensiv war es ihre Aufgabe gemeinsam mit dem 6er das Zentrum dicht zu machen und wiederrum die Flügel abzusichern. Dort war ja jeweils nominell nur ein Spieler zugegen. Das alles gelang auch recht gut. Nicht umsonst hat Schalke in der Liga die zweitmeisten Bälle abgefangen.

Der Plan: Konter und Zweikämpfe

Weinzierls Ziel wurde selbst in den schlechten Spielen klar: Überfallartige Konter und viele Zweikämpfe. Das streben danach ist klar, doch viel zu häufig blieb es beim Bemühen. In der ersten Saisonphase blieben Konter oft stecken, weil die Abstimmung untereinander noch nicht gut passte. So kam es zu individuellen Fehlern. Es wurde improvisiert, Gruppen-Kombinationen sind dann meist Glückssache. Später fand Schalke seinen Groove, spielte die Konter gut aus und war eine Zeitlang sogar recht effizient im Abschluss.

Damit war es zum Schluss wieder vorbei. Die Mannschaftsteile fielen sprichwörtlich auseinander, es fehlte Verbindung. Auch, weil die Gegner sich natürlich auf das System eingestellt haben und gezielt unterbrachen. So wurden die beiden 8er in den letzten beiden Partien des Jahres komplett aus dem Spiel genommen. Damit waren die Flügelspieler oft auf sich gestellt, ließen sich an die Kante drängen und der Ball kam nur noch selten in die gefährlichen Zonen.

Dazu wurde Schalke immer weniger die Chance zum Kontern gegeben, indem die meisten Mannschaften versuchten ihnen den Ball aufzudrängen. Ein Konter funktioniert nur nach Umschaltspiel. Wenn Schalke mit Ball am Fuß aber versuchte sinnvoll aufzubauen und sich die Gegner einigelten, dann war das ein Problem. Ballbesitzspiel, so weit ist Weinzierl noch nicht…

Defensiv investierte Schalke viel, baute ein gutes Pressing auf. Gegen die Bayern war das Pressing sehr intensiv und Mannorientiert. Später ließ das etwas nach. Schalke spielt zwar immer noch eine Manndeckung aber viel deutlicher Raumorientiert. Damit bricht Weinzierl klar mit dem was Breitenreiter letzte Saison versuchte und generell der Trend in der Bundesliga ist. Weinzierl legt Wert darauf in Zweikämpfe zu kommen. So wird der Ballführende unter Druck gesetzt, gleichzeitig aber werden ihm kollektiv die Anspielstationen zugestellt. So arbeitet Schalke mit Deckungsschatten und staffelt sich im Raum. Wenn ein Pass gespielt wird, dann besteht die Möglichkeit den Ball abzufangen. So hat Schalke, wie bereits erwähnt, die zweitmeisten Interceptions der Liga. 23,8 pro Spiel, fast genau so viele die Mainz (24) und über ein abgefangener Ball mehr pro Spiel als der drittplatzierte Frankfurt (22,5). Womit wir bei den Statistiken wären…

Ein paar Daten der Liga nach 16 Spielen. Quelle: Whoscored.com

Ein Blick auf ein paar Daten

Mit dem Flügel-Fokus, wie oben beschrieben, schaffte Schalke es immer wieder an die Grundlinie zu kommen und hereingaben zu spielen. Viele Flanken. Sehr viele. Mit 18 sogar die zweitmeisten der Liga, hinter den Bayern (20). Leider hing dort dann das Problem. Die Stürmer wurden oft nicht gefunden oder waren in so ungünstigen Situationen, dass sie den Ball kaum verwerten konnten. Darüber hinaus erzielte kein Team weniger Tore nach Standardsituationen als Schalke. Und nur beim HSV steht ebenfalls nur ein einziges mikriges Törchen zu Buche.

So gibt Schalke pro Spiel 13,4 Schüsse ab. Nur Bayern, Dortmund, Hoffenheim und Leipzig schießen häufiger. Allerdings gehen nur 4,2 davon tatsächlich auf’s Tor. Das ergibt eine Zielgenauigkeit von 31,3%, nur Augsburg (31,0%), Hamburg (27,5%) und Darmstadt (24,2%) sind schlechter. Wir sind hier wieder beim Angriffsproblem. Es wird zu häufig aus ungünstigen Situationen geschossen, weil die Stürmer den Ball nur unzureichend verwerten können. Dabei benötigte Schalke 10,7 Schüsse pro Tor, fast einer mehr als der Durchschnitt (9,9).

Die Defensive steht typischer Weise relativ gut. Die Endverteidigung wackelte nur selten und der Strafraum blieb weitestgehend sauber. Schalke ließ lediglich 10,8 Schüsse pro Spiel auf das eigene Tor zu und liegt damit auf Platz 6 in der Liga, der Durchschnitt liegt bei 12,4.

Interessant dabei ist der TSR. Der Total Shot Ratio beschreibt das Verhältnis zwischen abgegeben Schüssen und Schüssen auf’s eigene Tor (Details). Mit 55,4 stellt Schalke zwar bei weitem keinen überragenden Wert, aber immerhin den viertbesten der Liga, hinter Dortmund (58,3), Leipzig (59,8), München (70,1).

Problemfall Angriff

Schalke schaffte es also relativ erfolgreich und häufig nach vorne, und hielt hinten den Laden relativ dicht, doch mit dem Toreschießen wollte es nicht so recht klappen. Die letzte Angriffsreihe hatte, mit Ausnahme von Kontern hier und da, eigentlich immer ein Problem. Die Abstimmung klappte nicht gut, die Mitspieler wurden nicht gefunden, Bälle blieben im Pressing stecken, Spieler schossen aus ungünstigen Situationen, und all sowas. Dadurch das Schalke sehr auf Konter fokussiert war, hatte es ein Problem mit Ballbesitz, wenn der Gegner sich tief hinten rein stellte und Schalke das Spiel machen ließ.  Kreativ die Verteidigung aushebeln, das ist der große weiße Fleck, das klappte nur in Ausnahmefällen.

Schalke hat einen qualitativ sehr dünnen Kader. Dazu gab es viel Fluktuation, verletzte Spieler und Formschwankungen. Nicht zu vergessen Olympia zu Saisonbeginn und jetzt eben der Afrika Cup. Neue Spieler kamen erst sehr spät dazu und ein voller Spielplan mit vielen Nationalspielern bescherte wenig Zeit. Schalke hat es nicht leicht in dieser Saison in Tritt zu kommen. Was aber offensichtlich wird ist, dass der Einsatz stimmt. Immerhin. Dennoch, plötzlich wird ein Spieler Di Santo schmerzlich vermisst, der unter normalen Umständen kaum im Kader wäre.

Schalke kommt nur über die Flügel und kann da leicht isoliert werden, wie beim Spiel gegen Freiburg gesehen. Im Zentrum ist eigentlich viel Qualität für Kombinationen vorhanden, doch das wird noch zu selten genutzt. Beim Spiel gegen Leverkusen zu zehnt hat das allerdings ganz gut geklappt, schnelle Kombinationen durch’s Zentrum, die Flügel waren ja überbevölkert.

Ich gehe davon aus, dass sich die Wintervorbereitungen genau darum drehen werden, die Abläufe im letzten Spielfelddrittel. Schalke arbeitet weiter an seinem Groove.

Karsten

Karsten ist auf Kohle geboren, in Europas weltschönstem Herten nämlich, der Stadt, die mal die höchste Fördermenge in Europa hatte. Aufgewachsen in einer Familie von Püttologen studierte er an der FH Gelsenkirchen irgendwas mit Computern. Später zog es ihn in die Ferne zu den Wikingern, wo ihm erst bewusst wurde, wie viel Ruhrpott in ihm steckt.

Nach hunderten von Herzklabastern, weil der elende Internetstream immer bei blau-weißen Torchancen abbrach, ist er als Doktor Labertasche wieder zurück in der Heimat (mit Dauerkarte in Block 5) und theoretisiert neben der Maloche den König Fußball. Weil aber seine Kumpels schnell davon genervt waren, verlagerte er das Ganze und gründete Halbfeldflanke zum Beginn der Saison 2013/2014.

Kategorie: Spiel & Spieler

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FC Schalke 04 – SC Freiburg, 1:1

6 Comments

  1. Vielen Dank für die sehr gute Zusammenfassung der Halbserie. Schön, dass auch ein paar Zahlen dabei waren. Der gute TSR-Wert hat mich fast ein wenig überrascht, aber es zeigt, dass für Schalke deutlich mehr drin ist, wenn noch mehr Rädchen ineinander greifen.

    Du hast alle wesentlichen Aspekte genannt, wenn ich nur noch anfügen darf: 1) Aussetzer: Der gesamte Defensivverbund steht äußerst sicher, Fährmann steht auffällig seltener im Mittelpunkt der Partien als das noch in den letzten drei Jahren der Fall war. Wie sie beispielsweise den BVB in der ersten HZ auf Abstand vom Tor gehalten haben, war sensationell. Umso schmerzhafter sind die vielen individuellen Aussetzer, die eine Menge Punkte gekostet haben, angefangen bei dem einen mal gegen Bayern, als Naldo schlief, die Aussetzer von Bentaleb und Stambouli gegen Hertha, Bentaleb wieder gegen Hoffenheim (allerdings auch stark erpresst von Hoffenheim), und am Schluss Kolo Rückpass gegen Leverkusen und Kehrer gegen Freiburg. Das wirkt dann in etwa so wie der Hochspringer, der es schafft, mit dem kleinen Zeh noch die Latte umzuwerfen. Das zusammen mit der unglaublichen Standardschwäche (bei Ecken von Schalke gehe ich regelmäßig Bier holen, weil ich eh nichts verpasse) führt am Ende zu einer viel schlechteren Performance als die Spielanlage hergeben könnte.
    2) Taktische Inflexibilität: Weinzierl hat die Taktik im Laufe der Hinrunde sauber an die Stärken der Mannschaft angepasst und je nach Gegner innerhalb des Systems wieder an kleinen Schräubchen gedreht. Schalke kann aber nicht so schnell und flexibel die Taktik ändern, teilweise innerhalb eines Spiels, wie das bei BVB, Hoffenheim und Köln der Fall ist. Das war deshalb Schade, weil das Personal am Schluss nicht mehr zum System gepasst hat: Es fehlte 2/3 der Parade-Dreierreihe, und vorne hatte man statt Hunter, Choupo, Embolo, die alle Drei erstens Flanken verwerten, und zweitens Bälle festhalten können, Meyer und Kono, die das offenbar gar nicht können. Meyer ist stark, wenn es kombinativ und flach durch die Mitte geht, aber darauf war das Spiel nicht zugeschnitten zum Schluss. Ich möchte nicht in der Haut von Weinzierl stecken und bei den vielen Ausfällen Lösungen finden müssen, dennoch: Wir werden die Verletzten-Situation auch noch in der nächsten Saison haben.

    Insgesamt ist das aber Nörgeln auf deutlich höherem Niveau als in den letzten Jahren. Wir müssen nicht mehr über mangelndes hohes (bei Keller) oder unsauberes (Breitenreiter) Pressing reden. Das ist jetzt sehr solides Handwerk. Wir müssen auch nicht mehr reden von mangelnder Laufleistung oder mangelnder physischer Präsenz, da ist Schalke mittlerweile eher gefürchtet und das ist gut so. Übrigens war gerade Letzteres der Nummer-1-Agendapunkt von Heidel und Weinzierl. Diese Übereinstimmung zwischen Vorhaben und tatsächlicher Umsetzung im Duo Heidel/Weinzierl ist für mich ein sehr positives Zeichen.

    • Vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich freue mich immer schon im vorhinein darauf was Du schreibst. Und auch hier wieder gute und wichtige Punkte.

      Zu den Individuellen Aussetzern versuche ich insgesamt nicht viel zu schreiben. Erstens würden die Artikel dann noch viel länger und zweitens hat das ja mit der Taktik nicht viel zu tun. Wobei ich diferenzieren möchte, ich glaube, dass besonders die Aussetzer von Bentaleb und Stambouli dadurch bedingt waren, dass die Abstimmung noch fehlte und deren eigentliches vorhaben leider nach hinten los ging. Für mich ist sowas immer ein Zeichen dafür, dass imporvisiert wird. Im Jazz gilt: Für’s Improvisieren musst Du Deine Skalen kennen. Wenn Du nicht weißt aus welchen Tönen Du wählen kannst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass einer daneben geht. Schalke kannte/kennt seine Skalen noch nicht ausreichend um effektiv zu improvisieren.

      Das mit den Standards ist lächerlich. Zeigt die Statistik ja auch. Aber Weinzierl arbeitet offensichtlich an anderen Dingen. Löw hat ja auch Ewigkeiten die Standards stark runter priorisiert. Finde das verträglich, weil Ecken sowieso nicht besonders erträglich sind.

      Die taktische Flexibilität hat, wie Du ja selbst schreibst, auch stark mit dem Personal zu tun, was auf dem Platz steht. Im gewissen Rahmen konnte Weinzierl ja schon umstellen. Meyer spielte ja gern auch mal tiefer im Mittelfeld, oder Zentral oder auf dem Flügel als hängende Spitze. Die großen Sprünge sind natürlich nicht drin. Ich bin aber sehr gespannt was sich hier in der Wintervorbereitung tut. Glaube es wäre gut, wenn Schalke ohne große Reibungsverluste von 3er auf 4er Kette wechseln könnte…

      • Der Jazz-Vergleich gefällt mir. Individuelle Aussetzer können auch taktisch bedingt sein, z.B. weil man, taktisch bedingt, ein zu hohes Risiko eingeht oder schlecht absichern lässt oder sich schlecht auf gegnerische Pressingfallen einstellt oder weil der Rythmus zu hoch ist. Ich glaube, wir hatten von Allem ein bisschen, und dazu ganz viel von dem noch nicht Eingespielten.

  2. Eine Formation, die im Zentrum und den Halbräumen Überzahl hat und durch die Dreieckstaffelung der Mittelfeldspieler eigentlich prädestiniert für Ballbesitzspiel und Kombinationsfussball ist, spielt sich ständig den Flügel hoch und schlägt dann Flanken auf zwei Stürmer, die diese nicht verwerten können. Klingt jetzt nicht füchterlich schlüssig.

    Die Frage, dich ich mir stelle: Wenn Weinzierl wirklich am Ballbesitzspiel arbeiten will, ist Geis dann der richtige Sechser dafür? Oder umgekehrt: Ist mit diesem Kader überhaupt Ballbesitzspiel alà BVB oder Bayern möglich?

    • So kann man es auch sauber auf den Punkt bringen. Wenn man eine Erklärung für den ersten Teil Deines Kommentars hat, dann ist die Frage, ob das mit oder ohne Geis geht, sehr sekundär. Und Ballbesitzspiel geht auch alà Weinzierl, gerne auch mal über den Flügel, aber nicht ständig so, als gäbe es in der Mitte ein großes Loch, in das der Ball hineinfällt, sobald er dorthin kommt.

      Meine einzige Erklärung ist, dass Weinzierl mit dieser Spielweise das starke und aggressive Pressing der Teams aus Leipzig, Freiburg, und neuerdings Hamburg umspielen wollte. Offenbar nicht so erfolgreich.

      • Ich glaube, dass für Ballbesitzspiel Geis genau nicht der richtige Mann ist, aber für den Fußball den Schalke momentan spielt eben eher schon. Zumindest so wie der gerade eingebunden wird.

        Ich bin bei ES, das System hat bisher den Ballbesitz maximal im Hinterkopf. Weinzierl hat das ja nach und nach leicht verändert, bis es da angekommen ist, wo wir es heute sehen. Ballbesitz spielte dafür noch keine Rolle, sondern Konter zu spielen ohne selbst in Konter zu laufen. Und das funktionierte ganz gut. Selbst, als es nicht mehr gut lief, wie gegen Leipzig und Freiburg, lief es noch ganr nicht so schlecht. Meiner Meinung nach zu mindest.

        Generell glaube ich nicht, dass Schalke ein Ballbesitzspiel haben wird wie Dortmund oder die Bayern. Aber es gibt ja auch noch andere Arten. Kombinationsmaschienen gibt es auf Schalke eigentlich nur im Mittelfeld. Bentaleb, Goretzka, Meyer, Stambouli vielleicht, genauso wie Avdijaj. Choupo-Moting könnte davon stark profitieren, Embolo eventuell ebenfalls. Der Rest eher nicht.

        Das spricht dafür, dass Schalke in absehbarer Zeit eher nicht die Mannschaft wird, die versucht den Ball zu halten. Aber das tut Real Madrid ja auch nicht. DAs entspricht auch gar nicht der Idee vom Schalker Fußball, wie Heidel sie gerade installiert. Wichtig werden aggressive Zweikämpfe und intesives Pressing bleiben. Was ich hier mit Ballbesitzspiel meine ist, dass Schalke eine Idee braucht, wenn sich der Gegner hinten rein stellt und Schalke das Spiel machen muss. Wie nehme ich dann sowas auseinander. Nur Flanken, ads haben wir ja jetzt gesehen, sind da wenig effektiv…

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