Halbfeld­flanke

Analyse 2013/2014: Eine Saison der Kontraste

Die Saison 2013/2014 ist Geschichte. Ich werfe einen Blick zurück auf die so wenig erfolgreiche Hinrunde und die Rekord-Rückrunde, darauf was so war und vor allem auch warum das so war, warum es so viel Licht und Schatten gab.

Über Jens Keller und seine Leistung wird stets viel diskutiert. Oft habe ich hier schon darauf hingewiesen, dass meist allerdings am eigentlichen Thema vorbeidiskutiert wird. So wurde ihm während der schwachen Hinrunde zu Lasten gelegt keine Handschrift zu haben und sowieso nichts zu entwickeln. Nach Beginn der starken Rückrunde wurde er dann plötzlich mit Lob überschüttet alles richtig zu machen. Gucken wir nochmal genauer auf die beiden Saison-Abschnitte…

Die Hinrunde

Auch wenn die Ergebnisse nicht selten zu wünschen übrig ließen war im Schalke Spiel während der Hinrunde nicht alles schlecht. Schalke war gegen Chelsea über weite Strecken das bessere Team und hat etwa Leverkusen (als sie noch gut waren) klar besiegt. Davor wurde auch noch der Einzug in die Champions League gegen PAOK klar gemacht. Insgesamt fand eine stetige Entwicklung statt, Pressing und Gegenpressing kamen auf und stabilisierten sich, wenn auch erst spät und nur langsam (Wendepunkt Werder Bremen). Letztlich konnte jedoch zuhause gegen Basel das stärkste Spiel abgeliefert und das Überwintern in der Königsklasse gesichert werden.

Dazwischen wurden aber auch deutliche Schwächen offensichtlich. Schalke konnte mit Ballbesitz nie wirklich umgehen (daher z.B. auch die deutlichen Niederlagen gegen Chelsea) und gegen Spielstarke Mannschaften hatte man auch starke Probleme (daher z.B. die deutlichen Deklassierungen gegen München und Dortmund). Letztlich versuchte Schalke die Defensive mehr und mehr zu stabilisieren um die Gegentorflut zu stoppen. Daraus resultierten viele Sicherheitspässe für die Keller und seine Mannschaft häufig und heftig kritisiert wurden. Das Ganze war jedoch relativ erfolgreich. Trotz des Ausscheidens im DFB Pokal nahm die Anzahl der Gegentore ab und Schalke konnte sich zum Ende der Hinrunde stabilisieren. Die Personalie Fährmann spielte hier sicher eine nicht unwesentliche Rolle. Auch wenn es zunächst nur als kurzes Aufflammen deklariert wurde, war das Stuttgart-Spiel hier rückblickend der Wendepunkt. Zu der Zeit kristallisierte sich auch heraus Boateng nicht so hoch zu stellen, sondern im zentralen Mittelfeld zu positionieren. Damit schien er seine Rolle gefunden zu haben und dirigierte von Tag an das Spiel von hinten heraus.

Insgesamt zeigte sich, dass das Trainer-Team um Jens Keller sehr aktiv war während der gesamten Hinrunde. In fast jedem Spiel wurde das Spiel um eine Facette erweitert. Beispiele hierfür sind die verschiedenen Ansätze im Aufbauspiel oder die defensive Staffelung und in meinen verschiedenen Analysen der Hinrunde (1, 2 & 3) nachzulesen. Es handelte sich oft nicht um Anpassungen an den Gegner, sondern um eine generelle Weiterentwicklung, weil diese neuen Ansätze über verschiedene Spiele hinweg verfolgt wurden. Häufig wurden Aspekte für ein paar Spiele ausprobiert, dann aber wieder verworfen. Diese vielen Streuverluste machten die Entwicklung der Mannschaft sehr träge, alles in allem wirkte das Vorgehen wenig systematisch. Die Quittung: Am Ende der Hinrunde standen lediglich 28 Punkte und Platz 7 zu buche. Dabei war nicht jeder Punktverlust verdient, aber sowas interessiert hinterher niemanden mehr.

Die Rückrunde

Mit Beginn der Rückrunde änderte sich die Wahrnehmung des FC Schalke 04 grundlegend. Plötzlich, so war überall zu lesen, hat Keller seiner Rasselbande das Siegen beigebracht. Doch was war wirklich anders? Genau genommen gar nichts. Es wurde nämlich da angeknüpft, wo mit Ende der Hinrunde aufgehört wurde. Deutlich weniger Gegentore und auch deutlich mehr Tore. Der einzige Faktor Rückrunde heißt wohl Huntelaar, ansonsten ist der Sprung zwischen Basel (letztes Spiel 2013) und Hamburg (erstes Spiel 2014) denkbar gering. Schalke presste, hatte ein funktionierendes Gegenpressing und stand defensiv stabil.

Das lief auch so weiter, ganze 4 Partien lang, bis zum Leverkusen-Spiel. Das gewann Königsblau dann zwar auch, aber es das hohe und aggressive Mittelfeldpressing konnte nicht mehr bestaunt werden. Und ward auch fortan nicht mehr gesehen. Es ging prinzipiell so weiter, wie schon in der Hinrunde. Das Schalker Spiel nahm immer wieder neue Facetten an, die dann aber nach einiger Zeit wieder abhandenkamen.

Doch es gab auch erschreckende Ideenlosigkeit. Während in das Heimspiel gegen Real Madrid noch recht mutig begonnen wurde (und dann nach 2 Toren in 20 Minuten alles auseinander fiel), schien sich Schalke gegen die zu der Zeit noch saustarken Bayern kampflos ergeben zu wollen. Im Spiel gegen Werder Bremen zeigte Boateng dann sogar was er von Kellers Taktik hielt und stellte selbst während des Spiels gewinnbringend um.

Insgesamt hatte Schalke sicher einige Male das Glück, dass in der Hinrunde noch fehlte. Spielerische Überlegenheit legte sich nach dem starken Beginn der Halbserie recht schnell und blitzte nur gelegentlich noch auf. Jetzt wurden die Spiele auf der Kippe aber teilweise eben etwas glücklich gewonnen. Ansonsten zeigte Schalke wieder die gleichen Stärken und Schwächen wie in der Hinrunde…

Statistik der Bundesliga Saison 2013/2014

Statistik der Bundesliga Saison 2013/2014

Die Stärken

Die individuelle Klasse auf Schalke ist relativ hoch. Auf Champions League Niveau im Bundesliga-Vergleich nämlich. Das zu vergleichen funktioniert am besten über den Wert der Kader in der Liga. Verschiedenste Forschungsarbeiten zeigen, dass die gezahlten Gehälter in direkter Verbindung zur Positionierung in einer Liga stehen. Weil die Vereine mir ihre Lohnabrechnungen aber irgendwie nicht zukommen lassen wollten, verweise ich hier auf den Marktwert des Kaders (Schalke hat den dritt höchsten nach den Bayern und Dortmund), sowie den Etat der Lizenzspielerabteilung (Schalke hat nach den Bayern den zweit höchsten in der Bundesliga).

Jeder Offensivspieler in den Schalker Reihen ist recht Pressingresistent und kann auch unter viel Druck noch ziemlich sinnvolle Entscheidungen treffen. Ein weiterer Grund übrigens für die Rückpässe, die so häufig beklagt werden. Ein Spieler landet in einer Sackgasse, aus der es keinen anderen vernünftigen Ausweg gibt, also bleibt nur noch der Pass zurück. Das ist deutlich besser als ein Ballverlust.

Die individuelle Stärke kann als Stärke des Kaders bezeichnet werden. Zwar sind viele der Spieler noch sehr Jung, die Knappenschmiede hat aber große Talente hervorgebracht. Kaan Ayhan beispielsweise, der mal eben im Bernabeu zu Madrid seine Startelfpremiere feierte. Und das recht souverän. Die Jugend täuscht also ein bisschen darüber hinweg, dass da wirklich sehr starke Spieler auf dem Platz stehen. Besonders Leon Goretzka hatte zur Mitte der Rückrunde eine unglaubliche Leistungsexplosion.

Eine weitere Stärke in dieser Saison war die Chancenverwertung. Schalke nutzte 31 der 56 Großchancen – nur der HSV hatte eine bessere Verwertungsquote. Das zeigt, dass nicht blind auf’s Tor geschossen wurde, sondern Torschüsse nur dann abgegeben werden, wenn der Erfolg auch realistisch möglich ist. Das ist Teil Kellers Defensivkonzepts, unrealistische Torschüsse führen lediglich zum Ballverlust.

Die Defensive ist eine weitere Stärke geworden. Fährmann kassierte lediglich 15 Tore, eins mehr als die Bayern aber 3 weniger als Dortmund. Insgesamt blieb Schalke in der ganzen Saison 14 Mal ohne Gegentor, das wurde nur von den Bayern überboten (17 Mal). Seit dem Weggang Manuel Neuers war die Verteidigung nicht mehr so Stabil wie in der Rückrunde.

Die Schwächen

Zunächst ein kurzer Exkurs zur Begriffsklärung:

  • Individualtaktik.
    Das Verhalten des einzelnen Spielers auf dem Platz.
    Dazu gehören nicht nur Zweikämpfe sondern auch ganz speziell das Spiel ohne Ball. Freilaufen, Timing sowie das erkennen und besetzen von freien Räumen gehören dazu.
  • Gruppentaktik.
    Die Interaktion der 2 oder 3 Spieler die direkter Teil einer Spielsituation sind.
    Klassisches Mittel hier ist der Doppelpass, aber auch Kreuzen, Überlaufen oder das Spiel über den dritten Mann sind wichtige Elemente um sich gegen einen Gegenspielerverbund durchzusetzen.
  • Mannschaftstaktik.
    Die Summe des gruppentaktischen Handelns.
    Hier ist die Verkettung der Einzelelemente über individuelle Entscheidungsfindung und geplante Abläufe wichtig um den Torabschluss zu suchen. Elemente sind die Spieleröffnung, Staffelung, Kombinationsspiel und dergleichen mehr.

Auf Grund der individuellen Stärke konnte Schalke in der vergangenen Saison viele der Schwächen kaschieren. Fehlende Gruppen- und Mannschaftstaktik wurde dabei von individualtaktischer Stärke überpinselt. Tatsächlich ist im Schalker Spiel kein systematisches gruppentaktisches oder mannschaftstaktisches Verhalten erkennbar. Das was gemeinhin als „fehlende Automatismen“ bemängelt wird, hat hier seine Quelle. Das komplette Spiel wirkt frei improvisiert, was wiederrum erst durch die hohe individuelle Klasse möglich ist.

Jetzt könnte man argumentieren, dass das ein Vorteil ist, weil Schalke dadurch schwer auszurechnen ist. Das ist allerdings eine Milchmädchenrechnung, aus zweierlei Gründen. Erstens fehlt ein geeignetes Mittel, an dem die Spieler festhalten können, falls der Geistesblitz mal nicht einschlägt. Und zweitens ist individuelle Stärke gruppentaktisch relativ gut zu verteidigen. Das Rückspiel gegen Stuttgart ist ein prima Beispiel dafür.

Effektiv sah es dann so aus, dass Schalke starke Probleme mit Mannschaften hatte, die sich auf eine konsequente Verteidigung beschränkten. Schalke spielte den Ball dann um den Strafraum herum und wusste eigentlich nicht genau, wie man da reinkommen könnte. Immer mehr Mannschaften sind Spielstark. Dagegen stehen immer mehr Mannschaften, die dann den Mourinho‘schen Stil nacheifern und Mauern. Wie jetzt eine Spielstarke Mannschaft die Mauertaktik durchbricht, das ist im Weltfußball gerade die Königsdisziplin. Schalke hat dazu aktuell kein Konzept. Ergebnis sind dann viel Ballbesitz und wenig Ideen damit etwas anzustellen. Um dieses Problem zu umgehen hatte sich Keller überlegt den Ball gar nicht haben zu wollen. Dementsprechend wurde der Ball dem Gegner oft förmlich aufgezwängt. So sollte Platz für eigene Angriffe und speziell Konter geschaffen werden. Das klappte zum Teil sogar ganz gut (beispielsweise gegen Hannover).

Persönlich glaube ich, dass die Leidtragenden die Jungen Talente sind. Diese können sich durch fehlende taktische Vorgaben und Ausbildung kaum weiterentwickeln und stagnieren förmlich. Bestes Beispiel hierfür ist Julian Draxler in dieser Saison gewesen. Er fiel hinter den Ansprüchen zurück, auch den eigenen. Man darf gespannt sein, wie es mit den anderen Jungtalenten weiter geht. Das Stellungsspiel von Kolasinac etwa, hat sich im letzten Jahr leider nicht verbessert.

Eine weitere Schwäche ist, wenn der Gegner selbst auch Fußballspielen möchte und ein Kampf im Mittelfeld losbricht, wie etwa gegen Borussia Mönchengladbach. Schalke hatte stets starke Probleme ein Pressing zu umspielen. Zwar sind die Spieler individuell alle Pressingresistent, so dass jeder für sich auch unter Druck noch sinnvolle Pässe spielen kann, allerdings hakte es hier am gruppentaktischen Verhalten. Die berühmt berüchtigte Dreiecksbildung ließ im Mittelfeld oft zu wünschen übrig. Jeder Spieler für sich wollte sich gern in die offensive einschalten, und vergaß dabei den Ball nach vorne mitzunehmen. Dementsprechend fehlte eine kluge Staffelung im Mittelfeld um gegnerisches Pressing zu umspielen. Die große Ausnahme der Rückrunde war hier der Saisonabschluss gegen Nürnberg, in diesem Spiel war die Staffelung sehr gut und das Pressing wurde schlau umspielt, so dass sich auch Räume boten.

Fazit

Alles in allem war es eine sehr unbeständige Saison. Einer recht schwachen Hinrunde folgte eine recht starke Rückrunde. Dennoch macht man es sich mit dieser Unterteilung zu einfach. Alles was zur Rückrunde den Erfolg ausmachte war bereits zum Ende der Hinrunde zu sehen. Gleichzeitig wurde es am Ende der Rückrunde nochmal eng, weil Schalke wieder spielte wie in der Hinrunde über weite Strecken. Das große Thema ist und bleibt die Konstanz, davon war in der kompletten Saison nämlich nichts zu sehen. Es wurde viel probiert, dass wieder verschwand, wie etwa Gegenpressing oder aggressives Mittelfeldpressing. Gleichzeitig gab es nur eine sehr träge Mannschaftsentwicklung. Immerhin, die Defensive ist wieder ein Prunkstück geworden.

Über Jens Keller wird viel diskutiert. Das war seit seinem Amtsantritt auf Schalke so und das wird wohl auch so bleiben. Oft werden ihm dabei aber die falschen Dinge zugeschustert. Meine Analysen zeigen, dass er der Mannschaft taktisch nicht viel mit auf den Weg gibt. Schalke spielt sehr positionsorientiert, bei Schalke ist keine systematische Gruppentaktik zu beobachten, Schalke verlässt sich quasi vollständig auf die individuelle Klasse seiner Spieler. Das nenne ich Verschwendung.

Karsten

Karsten ist auf Kohle geboren, in Europas weltschönstem Herten nämlich, der Stadt, die mal die höchste Fördermenge in Europa hatte. Aufgewachsen in einer Familie von Püttologen studierte er an der FH Gelsenkirchen irgendwas mit Computern. Später zog es ihn in die Ferne zu den Wikingern, wo ihm erst bewusst wurde, wie viel Ruhrpott in ihm steckt.

Nach hunderten von Herzklabastern, weil der elende Internetstream immer bei blau-weißen Torchancen abbrach, ist er als Doktor Labertasche wieder zurück in der Heimat (mit Dauerkarte in Block 5) und theoretisiert neben der Maloche den König Fußball. Weil aber seine Kumpels schnell davon genervt waren, verlagerte er das Ganze und gründete Halbfeldflanke zum Beginn der Saison 2013/2014.

Kategorie: Spiel & Spieler

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11 Comments

  1. Kein erkennbares System, keine erkennbare Weiterentwicklung: Man muss kein Taktikfuchs wie du sein, um Keller dies vorzuwerfen. Das ist landauf landab in der Hinrunde diskutiert worden. Der Erfolg und die Jugendlichkeit der Mannschaft hat dies in der Rückrunde überdeckt.

    Ganz ehrlich: Ich halte es unter den Umständen, alle Ziele erreicht zu haben, für fast unmöglich, Keller von seinem Posten abzuberufen und einen neuen Trainer zu installieren. Ich kann die Vereinsführung verstehen. Dennoch wäre ich froh, wenn man sich darauf einstellen würde, dass es auch in der kommenden Saison keine sichtbare Verbesserung gibt, und man dann keinen Not-Trainer, sondern einen richtig guten Trainer an Land ziehen würde.

    Für Keller tut mir das schon Leid, muss ich sagen. Aber ich glaube, an dieser seiner Position geht es nicht um Gefühle und Rücksicht, sondern um absolute Kompetenz und Erfolgsausrichtung. Ich bin gespannt, ob es mit Thomas Tuchel im Sommer weitere Gespräche gibt. Ich glaube, die sollte man führen. Heimlich und unentdeckt.

    • Bin mir nicht ganz sicher ob das reine Semantics sind oder ob es hier ein Missverständniss gibt. Ich glaube sehr wohl, dass es unter Keller ein erkennbares System und eine erkennbare Weiterentwicklung gibt. Das System ist eben nur sehr starr und die Weiterentwicklung sehr träge. Aber letztlich kommt’s ja eh auf das gleiche raus, irgendwie. 😉

  2. Gerade die fehlende Gruppentaktik schuldet sicher auch aus dem immer wechselnden Personal. Das muss zum Saisonauftakt einfach besser sein. Ansonsten, man kann den Wunsch bereits herauslesen, könnte ein Trainer Tuchel weiter helfen.
    Gruß
    Jörg

  3. Ich kann mich Weckenbrock nur anschliessen und hoffen, dass man auf Schalke nicht erst bis zur nächsten Kriese wartet und dann wieder nur eine Notlösung installiert/installieren kann.
    Aber das wäre auch wieder Schalke…

  4. Ich les dein Zeugs wirklich gerne, aber laß es mich so formulieren: so interessant das alles ist und so sehr es inhaltlich stimmen mag – die Form ist einfach grausig. Groß- und Kleinschreibung sowie Zeichensetzung sind teils unter aller Kanone oder ist zB positionsorientiert neuerdings ein Substantiv?

    • Oje, wie peinlich. Recht hast’e. Ich gelobe Besserung, aber fürchte ich stoße hier orthographisch an meine Grenzen.
      Wenn Du Dich aber natürlich als Lektorat anbieten wolltest… 😉

  5. Danke für den Beitrag und generell für eine gelungene erste Saison:)

    Ein Fehler hat sich noch in der Tabelle eingeschlichen: Die Spalten für Niederlagen und Unentschieden sind vertauscht.

    Zum Thema selbst: Auch wenn ich einiges an Kritik (aus meiner Laien-Sicht) durchaus teilen kann, denke ich, dass sich Jens Keller die Chance erarbeitet hat, eine neue Saison mit dem kompletten Kader anzugehen. Und ich bin gespannt, was er und sein Team daraus machen. Ich würde mich da auch Jörg anschließen: einiges an Stagnation kann man sicherlich der fehlenden Zeit (englische Wochen) und dem fehlenden bzw wechselnden Personal zurechnen.

    Was man auch nicht vergessen darf: Ein neuer Trainer ist auch immer ein gewisses Risiko. Nur weil Tuchel (um mal bei dem Beispiel zu bleiben) in Mainz funktioniert, heißt das noch lange nicht, dass es auf Schalke genau so wäre. Was mich da positiv stimmt, ist, dass auch in den schwierigeren Zeiten keine Misstöne aus der Kabine zu vernehmen waren. Die Mannschaft schien immer geschlossen zum Trainer zu stehen. Oder ist das nur an mir vorbeigegangen?

    • Oh, gerade noch mal „zufällig“ hier gelandet und gesehen, dass ich da Quatsch geschrieben habe.

      Vertauscht sind nicht die Spalten sondern Inhalte bzw Überschriften. Z.B. hatte Leverkusen 11 Niederlagen, nicht 11 Unentschieden.

      Und meine Aussage über die Misstöne aus der Kabine sollte sich auf Keller beziehen, nicht auf Tuchel.

      Na ja, egal. Wollte ich nur der Vollständigkeit halber korrigieren:)

  6. Hallo Karsten,

    Danke für die ausführliche Perspektive. Als Lohn Deiner Mühen habe ich Dir den Text mit ein paar Kommas bereichert. Inhaltlich habe ich natürlich nichts geändert.

    Gruß BamBamBigelow

    > Editiert von Karsten: Textänderung sind angekommen. Vielen Dank! Werde sie wenn ich Zeit finde einarbeiten.

  7. interessanter und lesenswerter Saisonrückblick.

    Deinen letzten Absatz unterschreibe ich allerdings erst, wenn JK in der neuen Saison hoffentlich mal mit konstant zur Verfügung stehendem Personal weiterhin nur eine träge Weiterentwicklung aus der Mannschaft heraus holt.

    Hier schließe ich mich dem Vorredner an, diese Chance hat er sich nach erreichen des Saisonziels redlich verdient.

    Ansonsten darf dann gerne im Sommer 2015 auch Tuchel kommen. Auch wenn ich seine kloppeske Art nur wenig bis gar nicht leiden kann. Ein guter Trainer is er sicherlich. Aber auch das müsste er bei einem Club wie Schalke weiter über Beweis stellen. So außerhalb der Komfortzone Mainz.

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